Manchmal ist ‘nein’ die bessere Antwort
Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.
Matthäus 5, 37
Ja-Sager leben bequemer: Sie müssen sich nicht das Gequengel unzufriedener Kinder anhören, werden von Telefonverkäufern und Versicherungsvertretern geliebt, bringen aus dem Orient-Urlaub stets die erlesensten Teppiche mit und besitzen die größten Sammlungen an Zeitschriften-Abonnements, Plastikschüsseln und Nahrungsergänzungsmitteln. Nur drei Dinge drohen, dabei zu verkümmern: Ihr Kontostand, ihr Ego und ihre Kinder.
“Ja”, so predigen Vertreter des positiven Denkens seit Jahrzehnten, ist keine Option, es ist die einzig richtige Antwort. So klug sich die Begründungen für diese These anhören mögen, in der Praxis ist sie völliger Blödsinn. Den ganzen Beitrag lesen
Verwandte Artikel
Urlaub ohne Kinder?
Allein in den Urlaub? Viele Alleinerzieher denken, sie hätten keine Wahl. Sie glauben, es sei entweder organisatorisch unmöglich oder moralisch unvertretbar, es sich auch nur für eine Woche im Jahr ohne den Nachwuchs gut gehen zu lassen. Doch es gibt gute Gründe, beides sorgfältig zu überdenken:
Da ist zunächst die Frage der moralischen Verantwortung, die letztlich jeder mit sich selbst abmachen muss. Es liegt auf der Hand, dass Sie Kinder im Vor- oder Grundschulalter nicht sich selbst überlassen dürfen, aber Sie sollten sich eingestehen, dass Sie nicht der einzige verantwortungsbewusste Erwachsene auf Erden sind, bei dem Ihre Kinder zumindest für ein paar Tage oder Wochen gut aufgehoben wären. Und: Ein wie guter Vater sind Sie wirklich, wenn Sie abgespannt, ausgebrannt, erschöpft sind? Schon eine Woche Urlaub, in dem Sie sich wirklich entspannen, kann da einen riesigen Unterschied machen.
Zum Organisatorischen: Auch wenn Sie alleinerziehender Vater sind, gehören zum Elternsein immer zwei. Relativ kurz nach unserer Trennung habe ich meiner Ex einen Kalender in die Hand gedrückt, und sie gebeten, die für sie günstigsten Besuchstermine einzutragen – mit der Maßgabe, dass darunter mindestens ein zusammenhängender Zeitraum von zwei Wochen innerhalb der Ferien zu sein habe. Zusätzlich hatte ich das Glück, dass meine Schwägerin die Kinder (meist direkt im Anschluss an die Mama-Wochen) ebenfalls für zwei Wochen im Jahr zu sich nahm. Auch wenn ich nicht die ganzen vier Wochen für einen Urlaub nutzen konnte, gab mir das die dringend benötigte Gelegenheit zur Entspannung. Den ganzen Beitrag lesen






