Pubertät und andere Geisteskrankheiten

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„Lass mich in Ruhe! Lass mich endlich in Ruhe! Du willst mein ganzes Leben bestimmen! Warum lässt du mich nicht einfach machen, was ich will und hältst dich da raus?“ Wutentbrannt stürmt Dirks 13jähriger Sohn aus dem Zimmer und wirft die Tür hinter sich ins Schloss. Dirk hat ihn eben gefragt, ob er sich schon auf die Klassenarbeit morgen vorbereitet hat.

Außergewöhnlich viele Beziehungen zerbrechen, wenn die ersten gemeinsamen Kinder die Pubertät erreichen. Auch wenn Sie das zweifelhafte Glück haben, dass es bei Ihnen schon früher so weit war: Irgendwann sind auch Sie dran.

Die Pubertät ist eine über mehrere Jahre andauernde Lebenskrise und füllt allein mehrere Regale in der modernen Ratgeberliteratur. Dabei gibt es extrem vieles, das Sie in dieser Zeit falsch machen können, aber nur weniges, das Sie richtig machen können.

Wutausbrüche wie der oben geschilderte sind unter pubertierenden Jugendlichen völlig normal. Meine vier sind derzeit alle in der Pubertät, und bei keinem blieb mir ein solcher Ausbruch vollständig erspart. Die Pubertät ist die Zeit, in der Jugendliche Eigenständigkeit entwickeln und sich von ihren Eltern ablösen. Konflikte gehören dazu. Und bewältigte Konflikte sind notwendig, damit die Jugendlichen Selbstsicherheit entwickeln. Ein Vater, der aus jedem Konflikt als Sieger hervorgehen will, tut weder sich selbst noch seinem Kind einen Gefallen. Regeln, die irgendwann ihre Berechtigung hatten, müssen nicht für alle Zeit Bestand haben. Jugendliche haben in dieser Zeit das Bedürfnis, jede Mauer einzurennen. Wenn sie dabei ausschließlich und immer auf Granit beißen, entwickeln sie wenig bis gar kein Selbstvertrauen. Den ganzen Beitrag lesen

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