Der harte Weg zum Saubermann
Drei Mal war Dirks Schwester Vera nun schon bei ihm, um die Fenster zu putzen. Aber Dirk ist entschlossen, sich heute entgültig von fremder Hilfe unabhängig zu machen. Und außerdem ist seine Schwester im Urlaub. Bewaffnet mit einem Tuch und einer Sprühflasche voller Glasreiniger nimmt er sich die Wohnzimmerfenster vor. Als am Nachmittag die Sonne hinter den Wolken hervor kommt, brechen sich ihre Strahlen in den Putzstreifen. Dabei steht auf dem Glasreiniger sogar „mit Streifenfrei-Formel“.
In vielen intakten Familien kochen Männer. Und die Frauen stehen anschließend vor der undankbaren Aufgabe, die Küche wieder in Ordnung zu bringen. Männer haben den Ruf, bei der Zubereitung eines belegten Brotes die Küche und angrenzende Räumlichkeiten in ein Schlachtfeld oder -haus zu verwandeln. Ich wurde diesem Ruf durchaus gerecht.
Während die Küche schnell sichtbar verschmutzt, dauert es bei den Fenstern länger und ist nicht unmittelbar von eigenem Zutun abhängig. Und auch Kacheln und Teppiche verschmutzen selbst in kaum genutzten Räumen im Laufe der Zeit. Die schlechte Nachricht: Das lässt sich zwar ebenfalls technisch erklären, aber um dagegen anzugehen, ist ständige – und zum großen Teil sogar manuelle – Arbeit erforderlich. Den ganzen Beitrag lesen
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Einkaufen für Anfänger
Als Dirk mit den Einkäufen nach Hause kommt, warten die Kinder schon auf ihn: „Haben wir Eis?“ „Wo sind die Getränke?“ „Hast Du an Schokolade gedacht?“ „Oh, nein, morgen schon wieder Fleisch?“ „Papa, wir haben genug Mehl!“ Es allen recht zu machen, versucht er schon lange nicht mehr. Sein Einkauf reicht für die nächsten drei Tage. Ausgegeben hat er aber so viel, wie er normalerweise in der Woche ausgeben wollte. Außerdem fehlen noch Waschmittel und Hundefutter. Dirk setzt sich wieder ins Auto. Zum Glück haben die Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet.
Die Zeit, in der ich das Fahrrad benutzte, um einzukaufen, möchte ich nicht missen, und kann es nur jedem empfehlen, der plötzlich in die Lage gerät, seine Familie nicht nur zu ernähren, sondern die Nahrung auch selbst heran zu karren. Denn Einkaufen ist eine Kunst. Und wer diese Kunst nicht beherrscht, strapaziert das in solchen Zeiten ohnehin knappe Budget, und lässt obendrein seine Familie schlecht versorgt.
Beides bereitete mir Sorgen. Zum einen hatte meine Frau in jenen vier Monaten mehr Geld ausgegeben als je zuvor, ich selbst – als Selbständiger – aber kaum vernünftig arbeiten können, und deshalb auch nur sehr wenig verdient. Zum anderen fiel ihr ein paar Monate nach dem Auszug ein, dass sie ja noch Kinder hatte, und sie sagte ihrer Mutter, sie wolle alle vier zu sich holen. Den ganzen Beitrag lesen
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Vorwort
Vier Monate nach dem bisher schwärzesten Tag im Leben des Autors beginnt dieses Buch. Vor vier Monaten hat ihm seine Frau gesagt, dass sie ihn betrügt und ihn verlassen wird.
Nicht nur ihn, sondern auch die vier gemeinsamen Kinder im angehenden Teenager-Alter, für die kein Platz mehr in ihrem neuen Lebenskonzept ist. Als Sie schließlich das Feld räumt, beginnt für ihn ein neues Leben, ohne dass sein altes Leben geendet hätte.
Sicher, die Frau ist weg, aber die Kinder sind ihm geblieben und er muss immer noch seiner Arbeit nachgehen, um sich und die Kinder zu ernähren. Und er muss kochen, putzen, waschen, staubsaugen und den Rasen mähen, Streit schlichten, Elternabende besuchen, Wunden verbinden und ganz oft einfach nur da sein, wenn er am liebsten ganz woanders wäre. Nach seinem „Lebenskonzept“ fragt niemand.
Was er dabei erlebt hat und weiter erlebt, davon können auch andere profitieren: Seine Erfahrungen mit Glasreinigern, Fertiggerichten, Dampfbügeleisen, verständnislos-neugierigen Bekannten und ahnungslosen Ratgebern, aber auch mit Menschen, die sich als wirkliche Freunde erwiesen haben, hat er in dieses Buch gesteckt.
Dieses Buch soll vor allem Vätern Mut machen, die ihre Kinder ohne Partnerin aufziehen müssen oder wollen: Es geht! Und es macht Spaß! Den ganzen Beitrag lesen






