Ignorierte Signale: Wenn der Körper Alarm schlägt
“Kopfschmerzen? Das ist bestimmt ein Hirntumor!” Wer dazu neigt, solche Schlüsse zu ziehen, angesichts eines eingeschlafenen Fußes an Amputation denkt und “Sommersprossen” für einen beschönigenden Ausdruck für “Hautkrebs” hält, braucht hier nicht mehr weiter lesen. Viele Männer neigen allerdings zu einem ganz anderen Umgang mit ihrer Gesundheit: “Was micht nicht umbringt, macht mich härter”, denken sie selbst angesichts einer beim Holzhacken halb abgetrennten linken Hand, und wegen ein paar Bauchschmerzen zum Arzt zu gehen, käme ihnen nie in den Sinn.
Ein paar Bauchschmerzen – die hatte ich im Sommer diesen Jahres. Es war ein Sonntag, als sie begannen, und es war Dienstag, als ich mich entschied, meinen Arzt deshalb zu konsultieren. Es war immer noch Dienstag, als ich auf dem OP-Tisch lag und ein Chirurg mir meine akut entzündete und bereits dünnwandig gewordene Gallenblase entfernte. “Hätten Sie sich noch ein paar Tage Zeit gelassen, hätten Sie gar nicht mehr kommen brauchen”, musste ich mir später anhören.
In der Tat ist die Gallenblase ein tückisches Organ: Den ganzen Beitrag lesen
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Zeit sparen, in Form bleiben
Als Dirk mit den beiden Hunden den kleinen Hügel hinauf geht, tritt ihm Schweiß auf die Stirn. Ein anderer Spaziergänger, in die entgegengesetzte Richtung unterwegs und noch 50 Meter entfernt, kann deutlich beobachten, wie sich Dirks Brustkorb hebt und senkt. Als sie sich begegnen, grüßen sich die beiden. Obwohl dem Spaziergänger kein Name einfällt, ist er sicher, dass er den Mann mit den Augenringen kennt.
In letzter Zeit sieht er den Mann mit den Augenringen nur noch ein oder zwei Mal in der Woche. Wenn Dirk dazu Zeit findet, mit den Hunden spazieren zu gehen, dann muss er sich jedes Mal mehr überwinden. Oft schickt er die Hunde nur kurz in den Garten und holt sie nach ein paar Minuten wieder ins Haus. „Keine Zeit“, sagt er sich dann und schaltet den Fernseher ein.
Ich war in einen Teufelskreis geraten. Beruf, Haushalt, Kinder und was täglich noch so anfiel nahmen einen großen Teil meiner Zeit und einen noch größeren Teil meiner Kraft in Anspruch. Und wenn ich am Abend einigermaßen erschöpft war, ging ich den Weg des geringsten Widerstandes und sparte Zeit und Kraft da, wo ich sie am leichtesten sparen konnte: Ich verzichtete auf den Spaziergang mit den Hunden, ich verzichtete auf die Radtouren, die ich früher geliebt hatte, und wenn ich mich am Tag nicht richtig konzentrieren konnte, verzichtete ich auch auf Schlaf und arbeitete bis in die Nacht. Den ganzen Beitrag lesen






