Der harte Weg zum Saubermann
Drei Mal war Dirks Schwester Vera nun schon bei ihm, um die Fenster zu putzen. Aber Dirk ist entschlossen, sich heute entgültig von fremder Hilfe unabhängig zu machen. Und außerdem ist seine Schwester im Urlaub. Bewaffnet mit einem Tuch und einer Sprühflasche voller Glasreiniger nimmt er sich die Wohnzimmerfenster vor. Als am Nachmittag die Sonne hinter den Wolken hervor kommt, brechen sich ihre Strahlen in den Putzstreifen. Dabei steht auf dem Glasreiniger sogar „mit Streifenfrei-Formel“.
In vielen intakten Familien kochen Männer. Und die Frauen stehen anschließend vor der undankbaren Aufgabe, die Küche wieder in Ordnung zu bringen. Männer haben den Ruf, bei der Zubereitung eines belegten Brotes die Küche und angrenzende Räumlichkeiten in ein Schlachtfeld oder -haus zu verwandeln. Ich wurde diesem Ruf durchaus gerecht.
Während die Küche schnell sichtbar verschmutzt, dauert es bei den Fenstern länger und ist nicht unmittelbar von eigenem Zutun abhängig. Und auch Kacheln und Teppiche verschmutzen selbst in kaum genutzten Räumen im Laufe der Zeit. Die schlechte Nachricht: Das lässt sich zwar ebenfalls technisch erklären, aber um dagegen anzugehen, ist ständige – und zum großen Teil sogar manuelle – Arbeit erforderlich. Den ganzen Beitrag lesen
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Finanzen im Keller – was nun?
Björn will sich die Haare schneiden lassen, und für seinen Vater wird es auch mal wieder Zeit. In der Nähe des Frisörladens ist eine Sparkassen-Filiale, in der Dirk Geld abheben will. Doch der Automat entschuldigt sich: „Ihr Konto weist derzeit nicht die erforderliche Deckung auf.“ Mitten im Monat am Ende des Geldes, dabei erwartet Dirk mehr als 2000 Euro vom Finanzamt. Einen beleihbaren Steuerbescheid hat er aber noch nicht. Dieses Problem löst Dirk mit einem Kartentrick. Der kann aber auch ins Auge gehen…
Als ob ich nicht schon genug Probleme gehabt hätte, und trotz meiner Bemühungen beim Einkaufen ging mir nach relativ kurzer Zeit das Geld aus. Ich war – und bin es noch – selbständig. Psychische Verfassung und zeitliche Belastung machten es mir unmöglich, auch nur annähernd so viele Aufträge abzuwickeln wie zuvor.
Es scheint die Regel zu sein, dass bei frisch gebackenen Neu-Singles die Finanzen aus dem einen oder anderen Grund in den Keller gehen. Der Dispo-Kredit war bei mir schneller ausgeschöpft, als ich es für möglich gehalten hätte. Und das, obwohl ich – gemessen an den abgewickelten Aufträgen – immer noch genug Geld hätte haben müssen. Aber zu allem Überfluss war auch die Zahlungsmoral meiner Kunden in den Keller gegangen.
Dem allgemeinen moralischen Verfall musste ich etwas entgegen setzen. Zum Sozialamt wollte ich nicht und – mangels einer aktualisierten Buchführung – hätte ich dort auch schlechte Karten gehabt. Den ganzen Beitrag lesen
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Einkaufen für Anfänger
Als Dirk mit den Einkäufen nach Hause kommt, warten die Kinder schon auf ihn: „Haben wir Eis?“ „Wo sind die Getränke?“ „Hast Du an Schokolade gedacht?“ „Oh, nein, morgen schon wieder Fleisch?“ „Papa, wir haben genug Mehl!“ Es allen recht zu machen, versucht er schon lange nicht mehr. Sein Einkauf reicht für die nächsten drei Tage. Ausgegeben hat er aber so viel, wie er normalerweise in der Woche ausgeben wollte. Außerdem fehlen noch Waschmittel und Hundefutter. Dirk setzt sich wieder ins Auto. Zum Glück haben die Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet.
Die Zeit, in der ich das Fahrrad benutzte, um einzukaufen, möchte ich nicht missen, und kann es nur jedem empfehlen, der plötzlich in die Lage gerät, seine Familie nicht nur zu ernähren, sondern die Nahrung auch selbst heran zu karren. Denn Einkaufen ist eine Kunst. Und wer diese Kunst nicht beherrscht, strapaziert das in solchen Zeiten ohnehin knappe Budget, und lässt obendrein seine Familie schlecht versorgt.
Beides bereitete mir Sorgen. Zum einen hatte meine Frau in jenen vier Monaten mehr Geld ausgegeben als je zuvor, ich selbst – als Selbständiger – aber kaum vernünftig arbeiten können, und deshalb auch nur sehr wenig verdient. Zum anderen fiel ihr ein paar Monate nach dem Auszug ein, dass sie ja noch Kinder hatte, und sie sagte ihrer Mutter, sie wolle alle vier zu sich holen. Den ganzen Beitrag lesen
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Der Tag X – Sie ist weg
„Wir sind dann weg.“ – Vier Worte markieren das Ende einer 14jährigen Ehe. Dirk sitzt äußerlich unbewegt im Wohnzimmer, als seine Frau den letzten Karton zum Auto trägt, die Heckklappe des weißen Toyota Corolla schließt und mit ihrer neuen großen Liebe davon fährt. „Fahrt zur Hölle“, denkt er. Björn und Michèl, die 13jährigen Zwillinge, sitzen in ihrem Zimmer am PC. Der 11jährige Patrick tobt mit den Nachbarskindern in der Scheune des Bauern herum, dessen Hof nur hundert Meter entfernt liegt. Und die 9jährige Selina verbringt den Tag bei ihrer besten Freundin Silke. Mamas Abschiedsworte bleiben ungehört.
Es soll Fälle geben, in denen Männer nach Feierabend in ihre Wohnung kommen, und feststellen, dass sich die Frau mit der halben Einrichtung und dem gesamten Konto-Inhalt aus dem Staub gemacht hat.
Ganz so drastisch war es bei mir nicht, es hatte sich angekündigt. Sie hatte sich nach knapp 14 Jahren Ehe neu verliebt und ein neues Lebenskonzept für sich entworfen, in dem ich keinen Platz mehr hatte. Anfangs hatte sie sich damit begnügt, die Nächte auswärts zu verbringen, und tagsüber „heile Familie“ zu spielen. Den ganzen Beitrag lesen






