Pubertät und andere Geisteskrankheiten
„Lass mich in Ruhe! Lass mich endlich in Ruhe! Du willst mein ganzes Leben bestimmen! Warum lässt du mich nicht einfach machen, was ich will und hältst dich da raus?“ Wutentbrannt stürmt Dirks 13jähriger Sohn aus dem Zimmer und wirft die Tür hinter sich ins Schloss. Dirk hat ihn eben gefragt, ob er sich schon auf die Klassenarbeit morgen vorbereitet hat.
Außergewöhnlich viele Beziehungen zerbrechen, wenn die ersten gemeinsamen Kinder die Pubertät erreichen. Auch wenn Sie das zweifelhafte Glück haben, dass es bei Ihnen schon früher so weit war: Irgendwann sind auch Sie dran.
Die Pubertät ist eine über mehrere Jahre andauernde Lebenskrise und füllt allein mehrere Regale in der modernen Ratgeberliteratur. Dabei gibt es extrem vieles, das Sie in dieser Zeit falsch machen können, aber nur weniges, das Sie richtig machen können.
Wutausbrüche wie der oben geschilderte sind unter pubertierenden Jugendlichen völlig normal. Meine vier sind derzeit alle in der Pubertät, und bei keinem blieb mir ein solcher Ausbruch vollständig erspart. Die Pubertät ist die Zeit, in der Jugendliche Eigenständigkeit entwickeln und sich von ihren Eltern ablösen. Konflikte gehören dazu. Und bewältigte Konflikte sind notwendig, damit die Jugendlichen Selbstsicherheit entwickeln. Ein Vater, der aus jedem Konflikt als Sieger hervorgehen will, tut weder sich selbst noch seinem Kind einen Gefallen. Regeln, die irgendwann ihre Berechtigung hatten, müssen nicht für alle Zeit Bestand haben. Jugendliche haben in dieser Zeit das Bedürfnis, jede Mauer einzurennen. Wenn sie dabei ausschließlich und immer auf Granit beißen, entwickeln sie wenig bis gar kein Selbstvertrauen. Den ganzen Beitrag lesen
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Der harte Weg zum Saubermann
Drei Mal war Dirks Schwester Vera nun schon bei ihm, um die Fenster zu putzen. Aber Dirk ist entschlossen, sich heute entgültig von fremder Hilfe unabhängig zu machen. Und außerdem ist seine Schwester im Urlaub. Bewaffnet mit einem Tuch und einer Sprühflasche voller Glasreiniger nimmt er sich die Wohnzimmerfenster vor. Als am Nachmittag die Sonne hinter den Wolken hervor kommt, brechen sich ihre Strahlen in den Putzstreifen. Dabei steht auf dem Glasreiniger sogar „mit Streifenfrei-Formel“.
In vielen intakten Familien kochen Männer. Und die Frauen stehen anschließend vor der undankbaren Aufgabe, die Küche wieder in Ordnung zu bringen. Männer haben den Ruf, bei der Zubereitung eines belegten Brotes die Küche und angrenzende Räumlichkeiten in ein Schlachtfeld oder -haus zu verwandeln. Ich wurde diesem Ruf durchaus gerecht.
Während die Küche schnell sichtbar verschmutzt, dauert es bei den Fenstern länger und ist nicht unmittelbar von eigenem Zutun abhängig. Und auch Kacheln und Teppiche verschmutzen selbst in kaum genutzten Räumen im Laufe der Zeit. Die schlechte Nachricht: Das lässt sich zwar ebenfalls technisch erklären, aber um dagegen anzugehen, ist ständige – und zum großen Teil sogar manuelle – Arbeit erforderlich. Den ganzen Beitrag lesen
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Finanzen im Keller – was nun?
Björn will sich die Haare schneiden lassen, und für seinen Vater wird es auch mal wieder Zeit. In der Nähe des Frisörladens ist eine Sparkassen-Filiale, in der Dirk Geld abheben will. Doch der Automat entschuldigt sich: „Ihr Konto weist derzeit nicht die erforderliche Deckung auf.“ Mitten im Monat am Ende des Geldes, dabei erwartet Dirk mehr als 2000 Euro vom Finanzamt. Einen beleihbaren Steuerbescheid hat er aber noch nicht. Dieses Problem löst Dirk mit einem Kartentrick. Der kann aber auch ins Auge gehen…
Als ob ich nicht schon genug Probleme gehabt hätte, und trotz meiner Bemühungen beim Einkaufen ging mir nach relativ kurzer Zeit das Geld aus. Ich war – und bin es noch – selbständig. Psychische Verfassung und zeitliche Belastung machten es mir unmöglich, auch nur annähernd so viele Aufträge abzuwickeln wie zuvor.
Es scheint die Regel zu sein, dass bei frisch gebackenen Neu-Singles die Finanzen aus dem einen oder anderen Grund in den Keller gehen. Der Dispo-Kredit war bei mir schneller ausgeschöpft, als ich es für möglich gehalten hätte. Und das, obwohl ich – gemessen an den abgewickelten Aufträgen – immer noch genug Geld hätte haben müssen. Aber zu allem Überfluss war auch die Zahlungsmoral meiner Kunden in den Keller gegangen.
Dem allgemeinen moralischen Verfall musste ich etwas entgegen setzen. Zum Sozialamt wollte ich nicht und – mangels einer aktualisierten Buchführung – hätte ich dort auch schlechte Karten gehabt. Den ganzen Beitrag lesen
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Der Tag X – Sie ist weg
„Wir sind dann weg.“ – Vier Worte markieren das Ende einer 14jährigen Ehe. Dirk sitzt äußerlich unbewegt im Wohnzimmer, als seine Frau den letzten Karton zum Auto trägt, die Heckklappe des weißen Toyota Corolla schließt und mit ihrer neuen großen Liebe davon fährt. „Fahrt zur Hölle“, denkt er. Björn und Michèl, die 13jährigen Zwillinge, sitzen in ihrem Zimmer am PC. Der 11jährige Patrick tobt mit den Nachbarskindern in der Scheune des Bauern herum, dessen Hof nur hundert Meter entfernt liegt. Und die 9jährige Selina verbringt den Tag bei ihrer besten Freundin Silke. Mamas Abschiedsworte bleiben ungehört.
Es soll Fälle geben, in denen Männer nach Feierabend in ihre Wohnung kommen, und feststellen, dass sich die Frau mit der halben Einrichtung und dem gesamten Konto-Inhalt aus dem Staub gemacht hat.
Ganz so drastisch war es bei mir nicht, es hatte sich angekündigt. Sie hatte sich nach knapp 14 Jahren Ehe neu verliebt und ein neues Lebenskonzept für sich entworfen, in dem ich keinen Platz mehr hatte. Anfangs hatte sie sich damit begnügt, die Nächte auswärts zu verbringen, und tagsüber „heile Familie“ zu spielen. Den ganzen Beitrag lesen
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Vorwort
Vier Monate nach dem bisher schwärzesten Tag im Leben des Autors beginnt dieses Buch. Vor vier Monaten hat ihm seine Frau gesagt, dass sie ihn betrügt und ihn verlassen wird.
Nicht nur ihn, sondern auch die vier gemeinsamen Kinder im angehenden Teenager-Alter, für die kein Platz mehr in ihrem neuen Lebenskonzept ist. Als Sie schließlich das Feld räumt, beginnt für ihn ein neues Leben, ohne dass sein altes Leben geendet hätte.
Sicher, die Frau ist weg, aber die Kinder sind ihm geblieben und er muss immer noch seiner Arbeit nachgehen, um sich und die Kinder zu ernähren. Und er muss kochen, putzen, waschen, staubsaugen und den Rasen mähen, Streit schlichten, Elternabende besuchen, Wunden verbinden und ganz oft einfach nur da sein, wenn er am liebsten ganz woanders wäre. Nach seinem „Lebenskonzept“ fragt niemand.
Was er dabei erlebt hat und weiter erlebt, davon können auch andere profitieren: Seine Erfahrungen mit Glasreinigern, Fertiggerichten, Dampfbügeleisen, verständnislos-neugierigen Bekannten und ahnungslosen Ratgebern, aber auch mit Menschen, die sich als wirkliche Freunde erwiesen haben, hat er in dieses Buch gesteckt.
Dieses Buch soll vor allem Vätern Mut machen, die ihre Kinder ohne Partnerin aufziehen müssen oder wollen: Es geht! Und es macht Spaß! Den ganzen Beitrag lesen






