Begegnung mit dem Tod

“Endlich wieder einer gestorben” – einer meiner Söhne hat sich entschlossen, vor Antritt seiner Ausbildung dem Vaterland zu dienen, und sieht noch bis zum April jeden Tag dem Tod ins Auge. Nicht dem eigenen zwar, aber verändert hat ihn diese Erfahrung dennoch.

Menschen sterben, und man sollte meinen, Kinder, die in einer halbwegs großen Familie aufwachsen, würden eher früher als später automatisch mit dem Tod konfrontiert. Großeltern sterben, Onkel und Tanten, Haustiere – doch gerade, was den Tod von Menschen betrifft, greifen viele Eltern zu Euphemismen und Tarnungen, um ihre Kinder (und sich selbst) vor der all zu heftigen Konfrontation zu schützen: Wir verstecken unsere Toten in Holzkisten, die wir eilig in der Erde vergraben, wir gebrauchen Redewendungen wie “von uns gegangen”, “eingeschlafen” oder “an einem besseren Ort”, statt die Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Ich selbst war 40, als ich den ersten Leichnam sah, den meiner Mutter (dazu später mehr). Bis dahin, so denke ich, habe ich zwar an nicht zu wenigen Beerdigungen teilgenommen, Abschied und Trauer habe ich so kennen gelernt, aber nicht das Phänomen Tod an sich. Den ganzen Beitrag lesen

Lehrjahre: Der Kampf um den Ausbildungsplatz

“Keine Chance!” Zu diesem Schluss war ein Freund eines meiner Söhne gekommen, nachdem er sich, wie er sagte, um einen Ausbildungsplatz bemüht hatte. Und er hatte auch wortreich erklären können, warum: Die Betriebe stellen zu hohe Anforderungen, es gibt einfach zu wenig Ausbildungsplätze, meine Noten sind denen einfach nicht gut genug und so weiter und so fort. Unter vier Augen erfuhr ich später von meinem Sohn noch ein Detail: Sein Kumpel hatte exakt eine Bewerbung geschrieben – und darauf eine Absage erhalten. Keine Chance.

Das war lange vor der Wirtschaftskrise. Inzwischen konnte ich drei meiner Kinder bei der erfolgreichen Jagd auf einen Ausbildungsplatz begleiten. Zwei davon allerdings eher aus der Ferne, die wollten sich weder ins Bewerbungsschreiben noch in ihr Auftreten bei Tests und Vorstellungsgesprächen hineinreden lassen. Der Erfolg gab ihnen recht. Den ganzen Beitrag lesen

Da geht noch mehr

Fünf Jahre ist es nun her, dass ich “Senza Una Donna – Das Survival-Handbuch für allein erziehende Väter” veröffentlicht habe. Besonders, seit ich den kompletten Inhalt online gestellt habe, erreicht mich immer wieder Feedback meiner Leser – nicht nur positives, sondern auch manch kritischer Kommentar und nicht zuletzt Fragen und Probleme, deren Behandlung im Buch zu kurz gekommen ist.

Auch wenn meine eigenen Kinder langsam erwachsen werden: Das Thema selbst bleibt aktuell. Deshalb habe ich mich entschieden, die bisherige Form der Online-Präsentation durch eine dynamischere zu ersetzen: Den Inhalt des Buches, der nach wie vor unverändert zur Verfügung steht, werde ich um Blog-Beiträge ergänzen. Über die Kommentarfunktion können Sie ganz öffentlich Rückfragen, Denkanstöße und Kommentare zum Inhalt abgeben – davon profitieren letztlich alle.

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