Entkrampftes Sparen

Je enger das Budget ist, desto mehr Disziplin erfordert der Einkauf. Doch nicht immer lohnt es, jeden Cent drei Mal umzudrehen. Wer weiß, wo er den Hebel am wirkungsvollsten ansetzen kann, spart oft Geld, ohne die Lebensqualität seiner Familie unnötig einzuschränken.

Als ich mich in den regelmäßigen Einkauf unseres Bedarfs einarbeitete, fiel ich zunächst von einem Extrem ins andere: Erst nahm ich von allem, was wir brauchten, einfach das Erstbeste aus dem Regal des nächstgelegenen Supermarktes, dann verfiel ich darauf, für jede Ware den jeweils absolut günstigsten Preis zu ermitteln, Markenartikel grundsätzlich durch Noname-Produkte zu ersetzen und war auch bereit, dazu bei einer Einkaufstour drei oder vier Geschäfte abzufahren, getreu dem Motto “Reich wird man nicht durch sein Einkommen, sondern durch das, was man nicht ausgibt.” Freilich kostet dieses Vorgehen sehr viel Zeit. Und mir sind inzwischen einige Alleinerzieher begegnet, die über genügend Geld verfügen, aber noch keiner, der von sich sagte, er habe genügend Zeit.

Mit der Zeit schaffte ich das Extremsparen für einige Artikel wieder ab, weil es sich einfach nicht lohnte. Zwei Beispiele mögen verdeutlichen, wie ich die Auswahl traf: Den ganzen Beitrag lesen

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Zeit sparen, in Form bleiben

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Als Dirk mit den beiden Hunden den kleinen Hügel hinauf geht, tritt ihm Schweiß auf die Stirn. Ein anderer Spaziergänger, in die entgegengesetzte Richtung unterwegs und noch 50 Meter entfernt, kann deutlich beobachten, wie sich Dirks Brustkorb hebt und senkt. Als sie sich begegnen, grüßen sich die beiden. Obwohl dem Spaziergänger kein Name einfällt, ist er sicher, dass er den Mann mit den Augenringen kennt.

In letzter Zeit sieht er den Mann mit den Augenringen nur noch ein oder zwei Mal in der Woche. Wenn Dirk dazu Zeit findet, mit den Hunden spazieren zu gehen, dann muss er sich jedes Mal mehr überwinden. Oft schickt er die Hunde nur kurz in den Garten und holt sie nach ein paar Minuten wieder ins Haus. „Keine Zeit“, sagt er sich dann und schaltet den Fernseher ein.

Ich war in einen Teufelskreis geraten. Beruf, Haushalt, Kinder und was täglich noch so anfiel nahmen einen großen Teil meiner Zeit und einen noch größeren Teil meiner Kraft in Anspruch. Und wenn ich am Abend einigermaßen erschöpft war, ging ich den Weg des geringsten Widerstandes und sparte Zeit und Kraft da, wo ich sie am leichtesten sparen konnte: Ich verzichtete auf den Spaziergang mit den Hunden, ich verzichtete auf die Radtouren, die ich früher geliebt hatte, und wenn ich mich am Tag nicht richtig konzentrieren konnte, verzichtete ich auch auf Schlaf und arbeitete bis in die Nacht. Den ganzen Beitrag lesen

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Vom Aushilfskellner zum Chefkoch

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Michèl ist der erste, der an diesem Tag von der Schule nach Hause kommt. Er sieht in den dampfenden Topf, der auf dem Tisch steht und setzt sich zufrieden an den Tisch. Als Patrick, Björn und Selina nach Hause kommen, ist die erste Reaktion die selbe. Doch als sie den Eintopf sehen, drehen alle drei ihre Teller um und warten, bis ihr Vater und Michèl die Mahlzeit beendet haben. „Die nächste Mahlzeit findet heute Abend statt“, erklärt Dirk ihnen, obwohl auch er selbst lieber den Teller umgedreht hätte. Kochen ist eine seiner noch sehr ausbaufähigen Fähigkeiten, weiß er selbst.

Neben dem Einkaufen und dem Sichern unserer Finanzen war unsere Ernährung eine meiner großen Herausforderungen. Zumal die Frau, mit der ich 14 Jahre lang verheiratet gewesen war, bis dahin ganz überwiegend das Kochen übernommen und ihre Sache außerordentlich gut gemacht hatte.

Natürlich hatte ich von Zeit zu Zeit auch mal gekocht, aber außer Gulasch, Spaghetti Bolognese und Spiegeleiern konnte ich eigentlich nichts richtig. Und damit konnte ich unsere Kinder zwar vorübergehend sättigen, aber weder auf Dauer zufriedenstellen, noch wirklich gesund ernähren. Den ganzen Beitrag lesen

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Finanzen im Keller – was nun?

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Björn will sich die Haare schneiden lassen, und für seinen Vater wird es auch mal wieder Zeit. In der Nähe des Frisörladens ist eine Sparkassen-Filiale, in der Dirk Geld abheben will. Doch der Automat entschuldigt sich: „Ihr Konto weist derzeit nicht die erforderliche Deckung auf.“ Mitten im Monat am Ende des Geldes, dabei erwartet Dirk mehr als 2000 Euro vom Finanzamt. Einen beleihbaren Steuerbescheid hat er aber noch nicht. Dieses Problem löst Dirk mit einem Kartentrick. Der kann aber auch ins Auge gehen…

Als ob ich nicht schon genug Probleme gehabt hätte, und trotz meiner Bemühungen beim Einkaufen ging mir nach relativ kurzer Zeit das Geld aus. Ich war – und bin es noch – selbständig. Psychische Verfassung und zeitliche Belastung machten es mir unmöglich, auch nur annähernd so viele Aufträge abzuwickeln wie zuvor.

Es scheint die Regel zu sein, dass bei frisch gebackenen Neu-Singles die Finanzen aus dem einen oder anderen Grund in den Keller gehen. Der Dispo-Kredit war bei mir schneller ausgeschöpft, als ich es für möglich gehalten hätte. Und das, obwohl ich – gemessen an den abgewickelten Aufträgen – immer noch genug Geld hätte haben müssen. Aber zu allem Überfluss war auch die Zahlungsmoral meiner Kunden in den Keller gegangen.

Dem allgemeinen moralischen Verfall musste ich etwas entgegen setzen. Zum Sozialamt wollte ich nicht und – mangels einer aktualisierten Buchführung – hätte ich dort auch schlechte Karten gehabt. Den ganzen Beitrag lesen

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Einkaufen für Anfänger

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Als Dirk mit den Einkäufen nach Hause kommt, warten die Kinder schon auf ihn: „Haben wir Eis?“ „Wo sind die Getränke?“ „Hast Du an Schokolade gedacht?“ „Oh, nein, morgen schon wieder Fleisch?“ „Papa, wir haben genug Mehl!“ Es allen recht zu machen, versucht er schon lange nicht mehr. Sein Einkauf reicht für die nächsten drei Tage. Ausgegeben hat er aber so viel, wie er normalerweise in der Woche ausgeben wollte. Außerdem fehlen noch Waschmittel und Hundefutter. Dirk setzt sich wieder ins Auto. Zum Glück haben die Geschäfte bis 20 Uhr geöffnet.

Die Zeit, in der ich das Fahrrad benutzte, um einzukaufen, möchte ich nicht missen, und kann es nur jedem empfehlen, der plötzlich in die Lage gerät, seine Familie nicht nur zu ernähren, sondern die Nahrung auch selbst heran zu karren. Denn Einkaufen ist eine Kunst. Und wer diese Kunst nicht beherrscht, strapaziert das in solchen Zeiten ohnehin knappe Budget, und lässt obendrein seine Familie schlecht versorgt.

Beides bereitete mir Sorgen. Zum einen hatte meine Frau in jenen vier Monaten mehr Geld ausgegeben als je zuvor, ich selbst – als Selbständiger – aber kaum vernünftig arbeiten können, und deshalb auch nur sehr wenig verdient. Zum anderen fiel ihr ein paar Monate nach dem Auszug ein, dass sie ja noch Kinder hatte, und sie sagte ihrer Mutter, sie wolle alle vier zu sich holen. Den ganzen Beitrag lesen

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