Störfaktor Hass

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Ein paar Monate sind vergangen seit dem gefährlichsten Tag in Dirks Leben. Am 12. Dezember hatte seine Frau ihm ihre Außenbeziehung offenbart, und hatte von da an begonnen, diese neue Beziehung ganz offen auszuleben. Auch die Nacht vom 22. auf den 23. Dezember hatte Dirk allein verbracht und höchstens zwei oder drei Stunden unruhig geschlafen. Die Kinder hatten Ferien und schliefen noch, als er an diesem Morgen das große Campingmesser aus dem Schrank nahm, sich in seinen alten blauen Chrysler Voyager setzte und nach Solingen fuhr. In den Unterlagen seiner Frau hatte er eine genaue Wegbeschreibung gefunden, und nach einer halben Stunde stand er vor der richtigen Tür. Das Messer unter seiner schwarzen Lederjacke verborgen, klingelte er. Was geschehen wäre, hätte jemand die Tür geöffnet, weiß niemand so genau.

Hass und Wut waren mir in der Zeit der Trauer wirkliche Hilfen, weil sie den ganzen Schmerz von innen nach außen kehrten.

Aber Hass und Wut werden zu einem echten Problem, wenn sie außer Kontrolle geraten. Nun war meine Frau zwar gegangen, aber ich wusste wohin. Und ich weiß, wie man mit einfachsten Mitteln ein Auto zum Explodieren bringen kann – wie, das verrate ich hier lieber nicht, denn wenn Sie in einer vergleichbaren Situation sind, wäre es unklug, Sie mit diesem Wissen allein zu lassen. Und so kämpfte ich am Abend des Tages X genau wie an vielen anderen Abenden mit mir selbst. Den ganzen Beitrag lesen

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Der Tag X – Sie ist weg

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„Wir sind dann weg.“ – Vier Worte markieren das Ende einer 14jährigen Ehe. Dirk sitzt äußerlich unbewegt im Wohnzimmer, als seine Frau den letzten Karton zum Auto trägt, die Heckklappe des weißen Toyota Corolla schließt und mit ihrer neuen großen Liebe davon fährt. „Fahrt zur Hölle“, denkt er. Björn und Michèl, die 13jährigen Zwillinge, sitzen in ihrem Zimmer am PC. Der 11jährige Patrick tobt mit den Nachbarskindern in der Scheune des Bauern herum, dessen Hof nur hundert Meter entfernt liegt. Und die 9jährige Selina verbringt den Tag bei ihrer besten Freundin Silke. Mamas Abschiedsworte bleiben ungehört.

Es soll Fälle geben, in denen Männer nach Feierabend in ihre Wohnung kommen, und feststellen, dass sich die Frau mit der halben Einrichtung und dem gesamten Konto-Inhalt aus dem Staub gemacht hat.

Ganz so drastisch war es bei mir nicht, es hatte sich angekündigt. Sie hatte sich nach knapp 14 Jahren Ehe neu verliebt und ein neues Lebenskonzept für sich entworfen, in dem ich keinen Platz mehr hatte. Anfangs hatte sie sich damit begnügt, die Nächte auswärts zu verbringen, und tagsüber „heile Familie“ zu spielen. Den ganzen Beitrag lesen

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