Kriminelle Energieverschwendung: Tipps für Stalker und solche, die es vielleicht werden wollen
“Ich bin doch kein Stalker!” – war das Ihre Reaktion, als Sie die Überschrift gelesen haben? Wie kommen Sie darauf, dass Sie persönlich gemeint sein könnten? Ist es, weil böswillige Zeitgenossen einiges in Ihrem Verhalten so interpretieren könnten? Obwohl Sie für alles, was Sie tun, gute Gründe haben, und es ihr – angebliches- Opfer jederzeit in der Hand hätte, die Situation zu ändern? Legen Sie für einen Moment das Fernglas beiseite, futtern Sie ein paar von den Pralinen selbst, die Sie Ihr eigentlich vor die Tür hätten legen wollen, und legen Sie das Büttenpapier, auf das Sie gerade den elften Liebesbrief schreiben wollten, zurück in die Schublade. Reden wir erst einmal drüber.
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Panta rhei
Was good old Heraklit mit “Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen” zum Ausdruck gebracht, und Grönemeyer mit “Bleibt alles anders” in einen faszinierend-verwirrenden Songtext gepackt hat, beschreibt eine Selbstverständlichkeit, die nur all zu gern ignoriert wird: Den steten Wandel. “…alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht”, bringt Goethes Mephistopheles den selben Gedanken auf den Punkt, verstellt in diesem Satz aber den Blick auf die andere Hälfte der Wahrheit: In jedem “Vergehen” steckt bereits der Keim eines neuen “Werdens”. Den ganzen Beitrag lesen
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Macht Liebe glücklich?
Wenn man den großen Klassikern glaubt: Nein! Schillers “Kabale und Liebe”, Goethes “Leiden des jungen Werther”, Shakespears “Romeo und Julia”, sie alle enden mit dem mehr oder minder freiwilligen Tod des oder der Liebenden, die so dem Unglück zu entgehen suchen, das die Liebe über sie gebracht hat. Und auch die modernen Volkspoeten sehen das kaum anders: “Love hurts”, wusste die schottische Hardrockband Nazareth, “Altes Arschloch Liebe” beschimpft Bela B dieses Gefühl, und wohl selten hat einer ein gebrochenes Herz deprimierender in Musik gefasst als James Blunt mit “Goodbye My Lover”.
Liebe kann, wenn sie unerfüllt bleibt oder endet, zutiefst unglücklich machen. Sie raubt den Schlaf, vernichtet die Begeisterung, nimmt dem Leben jede Farbe. Bei mir dauerte es Monate, bei manch anderem sind es Jahre, bis Körper und Seele sich erholen.
“Such dir doch wieder eine Freundin” – diesen Rat musste ich mir bereits kurz nach der Trennung von vielen Seiten anhören. Wie kommt es, dass Menschen, die es gut mit einem meinen, dennoch solche Ratschläge geben? Vielleicht, weil sie wissen, dass Liebe eben doch glücklich macht. Nicht für die Ewigkeit vielleicht, aber für den Augenblick, manchmal sogar für viele Jahre. Nicht immer verhindern Intrigen und Standesdünkel die Beziehung, wie es Schiller beschreibt, nicht immer bleibt das Sehnen des Herzens unerhört, wie bei Goethe, und dass eine große Liebe mit gemeinsamem Suizid endet, ist dann doch wirklich die große Ausnahme.
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Bis 10 zählen… – schlechte Laune im Griff
“Verhaltet euch ruhig, und niemand wird verletzt…” – mit welcher Situation würden Sie diesen Satz spontan assoziieren? Hoffentlich eher mit einer Geiselnahme als mit Ihrem Familienalltag. Es ist ein altes, männliches, Vorurteil, nur Frauen hätten ihre Launen. Die Männer, die ich kenne, unterscheiden sich in dieser Hinsicht von Frauen nur in einem Punkt: Sie suchen die Ursache für ihre Launen außerhalb von sich selbst. Wenn einem Mann der Kragen platzt, gibt er die Schuld dafür in der Regel nicht seiner schlechten Laune oder seinem Mangel an Selbstbeherrschung, sondern am ehesten denen, die seinen Wutausbruch erdulden müssen.
Kinder von alleinerziehenden Vätern haben es da nicht immer leicht. Wenn der Vater schimpft, können sie nicht auf den ausgleichenden Einfluss der Mutter hoffen. Das eine oder andere etwas lauter gesprochene Wort lässt sich im Alltag nicht vermeiden. Schließlich muss ein Vater sein Kind mit Nachdruck darauf hinweisen, wenn dessen Verhalten Schaden verursacht. Aber wenn im Alltagsleben die unfreundlichen Worte überwiegen, dann verursacht das Verhalten des Vaters den größeren Schaden. Ein weiteres Problem ist die Verhältnismäßigkeit: Geht der Vater wegen einer einzelnen Vier in Mathematik bereits an die Decke, sieht sich Junior bei einer Nicht-Versetzung in ernster Lebensgefahr. Betrachten Ihre Kinder ihr Zuhause als wärmendes Nest, oder als Höhle des Löwen? Das hängt von Ihnen ab. Den ganzen Beitrag lesen
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Der innere Winter: Das Trennungs-Trauma überwinden
Ein kleines Zimmer, Gitter an den Fenstern, die Tür ist meist verschlossen, nur eine halbe Stunde täglich darf ich an der frischen Luft verbringen – so könnte mein Leben heute, und noch für mindestens acht weitere Jahre aussehen, wäre ich Ende 2002 meinen Impulsen gefolgt.
Eifersucht steigert die Wut eines Ehemannes bis zum Äußersten; und wenn die Gelegenheit sich bietet, wird er sich rächen ohne jedes Mitleid. – Sprüche 6, 34 in der “Guten Nachricht”
Wut bis zum Äußersten, das beschreibt treffend die Gefühlslage eines hintergangenen Mannes, wenn er davon erfährt. Zu oft mit tragischen Folgen. Blättern Sie durch die Tageszeitung, oder durchsuchen Sie das Online-Magazin Ihres Vertrauens, oder noch besser, die Google-News-Suche nach dem Stichwort “Beziehungsdrama”, und Sie werden feststellen, dass es immer wieder Männer – gelegentlich auch Frauen – gibt, die ihren archaischen Impulsen nachgeben. Ohne jedes Mitleid.
Zum Glück halten Verstand, Gesetze oder auch die Furcht vor möglichen Konsequenzen die meisten davon ab, ihren Impulsen zu folgen. Es sei denn, der Betroffene gelangt zu der tiefen Überzeugung, sein Leben sei vorbei. Dann spielen Gesetze und Konsequenzen keine Rolle mehr, und der Verstand wird zum Komplizen. So ging es mir, und vielleicht geht es manchem, der diese Zeilen liest, im Moment gerade ähnlich. Den ganzen Beitrag lesen






