Kriminelle Energieverschwendung: Tipps für Stalker und solche, die es vielleicht werden wollen

„Ich bin doch kein Stalker!“ – war das Ihre Reaktion, als Sie die Überschrift gelesen haben? Wie kommen Sie darauf, dass Sie persönlich gemeint sein könnten? Ist es, weil böswillige Zeitgenossen einiges in Ihrem Verhalten so interpretieren könnten? Obwohl Sie für alles, was Sie tun, gute Gründe haben, und es ihr – angebliches- Opfer jederzeit in der Hand hätte, die Situation zu ändern? Legen Sie für einen Moment das Fernglas beiseite, futtern Sie ein paar von den Pralinen selbst, die Sie Ihr eigentlich vor die Tür hätten legen wollen, und  legen Sie das Büttenpapier, auf das Sie gerade den elften Liebesbrief schreiben wollten, zurück in die Schublade. Reden wir erst einmal drüber.

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Panta rhei

Was good old Heraklit mit „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen“ zum Ausdruck gebracht, und Grönemeyer mit „Bleibt alles anders“ in einen faszinierend-verwirrenden Songtext gepackt hat, beschreibt eine Selbstverständlichkeit, die nur all zu gern ignoriert wird: Den steten Wandel. „…alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht“, bringt Goethes Mephistopheles den selben Gedanken auf den Punkt, verstellt in diesem Satz aber den Blick auf die andere Hälfte der Wahrheit: In jedem „Vergehen“ steckt bereits der Keim eines neuen „Werdens“. Den ganzen Beitrag lesen

Schluss mit den guten Vorsätzen: Warum auch die besten Absichten nicht ausreichen

Alle Jahre wieder schlägt die Stunde der Absichts-Erklärer: Wenn das neue Jahr in greifbare Nähe rückt, geht so manchem durch den Kopf, was er in Zukunft gern ändern würde: Weniger arbeiten, mehr Zeit mit den Kindern verbringen, abnehmen, mehr Sport treiben… Doch egal, wie lautstark jemand seine guten Vorsätze verkündet, oft wirft er sie über Bord, noch bevor der Januar vorbei ist.

Wenn gute Vorsätze nicht in die Tat umgesetzt werden, hat das meist gleich mehrere Gründe. Im Rückblick auf immerhin über 40 Jahreswechsel kann ich allerdings einen Hauptgrund ausmachen: Auch wenn ich sie verkündet hatte, waren es doch nicht immer meine guten Vorsätze, sondern die Tipps, Empfehlungen oder Wünsche von Menschen, die besser als ich zu wissen schienen, was gut für mich war: Den ganzen Beitrag lesen

Manchmal ist ’nein‘ die bessere Antwort

Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.

Matthäus 5, 37

Ja-Sager leben bequemer: Sie müssen sich nicht das Gequengel unzufriedener Kinder anhören, werden von Telefonverkäufern und Versicherungsvertretern geliebt, bringen aus dem Orient-Urlaub stets die erlesensten Teppiche mit und besitzen die größten Sammlungen an Zeitschriften-Abonnements, Plastikschüsseln und Nahrungsergänzungsmitteln. Nur drei Dinge drohen, dabei zu verkümmern: Ihr Kontostand, ihr Ego und ihre Kinder.

„Ja“, so predigen Vertreter des positiven Denkens seit Jahrzehnten, ist keine Option, es ist die einzig richtige Antwort. So klug sich die Begründungen für diese These anhören mögen, in der Praxis ist sie völliger Blödsinn. Den ganzen Beitrag lesen

Macht Liebe glücklich?

Wenn man den großen Klassikern glaubt: Nein! Schillers „Kabale und Liebe“, Goethes „Leiden des jungen Werther“, Shakespears „Romeo und Julia“, sie alle enden mit dem mehr oder minder freiwilligen Tod des oder der Liebenden, die so dem Unglück zu entgehen suchen, das die Liebe über sie gebracht hat. Und auch die modernen Volkspoeten sehen das kaum anders: „Love hurts“, wusste die schottische Hardrockband Nazareth, „Altes Arschloch Liebe“ beschimpft Bela B dieses Gefühl, und wohl selten hat einer ein gebrochenes Herz deprimierender in Musik gefasst als James Blunt mit „Goodbye My Lover“.

Liebe kann, wenn sie unerfüllt bleibt oder endet, zutiefst unglücklich machen. Sie raubt den Schlaf, vernichtet die Begeisterung, nimmt dem Leben jede Farbe. Bei mir dauerte es Monate, bei manch anderem sind es Jahre, bis Körper und Seele sich erholen.

„Such dir doch wieder eine Freundin“ – diesen Rat musste ich mir bereits kurz nach der Trennung von vielen Seiten anhören. Wie kommt es, dass Menschen, die es gut mit einem meinen, dennoch solche Ratschläge geben? Vielleicht, weil sie wissen, dass Liebe eben doch glücklich macht. Nicht für die Ewigkeit vielleicht, aber für den Augenblick, manchmal sogar für viele Jahre. Nicht immer verhindern Intrigen und Standesdünkel die Beziehung, wie es Schiller beschreibt, nicht immer bleibt das Sehnen des Herzens unerhört, wie bei Goethe, und dass eine große Liebe mit gemeinsamem Suizid endet, ist dann doch wirklich die große Ausnahme.

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