Familienzuwachs: Das Getrappel (ganz) kleiner Füßchen

Wenn der Nachwuchs das fortgeschrittene Teenager-Alter erreicht, kann sich auch ein alleinerziehender Vater nicht mehr sicher sein, dass sich seine Familie nicht urplötzlich vergrößert. Meine Kleine hatte mich zwar schon eine Weile darauf vorbereitet, aber es war doch ein ganz besonderes Gefühl, heute zum ersten Mal ihr kleines Mädchen im Arm zu halten – sie hat ihm den Namen „Miss Cookie“ gegeben, aber es wäre voreilig, mich deshalb schon als Opa zu titulieren: Miss Cookie ist ein süßes, flauschiges Teddy-Hamster-Weibchen im Hamster-Teenager-Alter.

Erst vor ein dreieinhalb Monaten ist einer, der zu uns gehörte, für immer von uns gegangen. Aber, wie wohl immer im Leben, ist die bittere Trauer im Laufe der Zeit einer tiefen Sehnsucht gewichen. Und mein Töchterchen meinte, die Lücke in ihrem Leben durch ein neues Familienmitglied füllen zu müssen – Miss Cookie eben. Eigentlich hätte ihr Hamster-Nachwuchs „Geronimo“ heißen sollen, aber in der Tierhandlung begann ihr Herz beim Anblick eines ganz speziellen dunklen Fellkneuels heftiger zu schlagen – und der Verkäufer erkannte treffsicher: „Das ist ein Mädchen. Aber keine Angst, wenn da schon etwas unterwegs sein sollte, dürfen Sie uns den Nachwuchs gern zurück bringen.“

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Von wegen erwachsen: Gericht verlangt „Erziehungsmaßnahmen“ bei erwachsener Tochter

Böses Mädchen! Nein, nicht meine Kleine, die ist ja auch erst 16. Aber die erwachsene Tochter eines Vaters, der sich vor dem Landgericht Düsseldorf zu verantworten hatte und verurteilt wurde. Eine strafbare Handlung kann ihm zwar nicht nachgewiesen werden, aber offenbar hat seine Tochter das Album eines Rappers über die Tauschbörse „Edonkey“ zum Download angeboten. Seine erwachsene (!) Tochter. Trotz Volljährigkeit der jungen Frau mit dem verirrten Musikgeschmack hatte das Gericht „Sicherungs- und/oder Erziehungsmaßnahmen“ erwartet, die der Vater zu verhängen versäumt hatte.

Erziehungsmaßnahmen bei einer volljährigen Tochter? Nun ja, ohne ausdrückliche Zustimmung Ihrer volljährigen Kinder dürfen deren Lehrer Ihnen am Elternsprechtag nicht einmal verraten, ob die Versetzung gefährdet ist. Auch der fehlgeleitete Musikgeschmack dürfte dem Vater nicht anzulasten sein, den bringt die Pubertät nun einmal mit sich – wobei ich persönlich es bei meinen Großen zumindest durchsetzen konnte, den Krawall während meiner regulären Arbeitszeit auf Zimmerlautstärke zu belassen. Aber um Geschmack geht es in dem Urteil ja auch nicht – sondern um „Erziehungs- und Sicherungsmaßnahmen“. Den ganzen Beitrag lesen

Urlaub ohne Kinder?

Allein in den Urlaub? Viele Alleinerzieher denken, sie hätten keine Wahl. Sie glauben, es sei entweder organisatorisch unmöglich oder moralisch unvertretbar, es sich auch nur für eine Woche im Jahr ohne den Nachwuchs gut gehen zu lassen. Doch es gibt gute Gründe, beides sorgfältig zu überdenken:

Da ist zunächst die Frage der moralischen Verantwortung, die letztlich jeder mit sich selbst abmachen muss. Es liegt auf der Hand, dass Sie Kinder im Vor- oder Grundschulalter nicht sich selbst überlassen dürfen, aber Sie sollten sich eingestehen, dass Sie nicht der einzige verantwortungsbewusste Erwachsene auf Erden sind, bei dem Ihre Kinder zumindest für ein paar Tage oder Wochen gut aufgehoben wären. Und: Ein wie guter Vater sind Sie wirklich, wenn Sie abgespannt, ausgebrannt, erschöpft sind? Schon eine Woche Urlaub, in dem Sie sich wirklich entspannen, kann da einen riesigen Unterschied machen.

Zum Organisatorischen: Auch wenn Sie alleinerziehender Vater sind, gehören zum Elternsein immer zwei. Relativ kurz nach unserer Trennung habe ich meiner Ex einen Kalender in die Hand gedrückt, und sie gebeten, die für sie günstigsten Besuchstermine einzutragen – mit der Maßgabe, dass darunter mindestens ein zusammenhängender Zeitraum von zwei Wochen innerhalb der Ferien zu sein habe. Zusätzlich hatte ich das Glück, dass meine Schwägerin die Kinder (meist direkt im Anschluss an die Mama-Wochen) ebenfalls für zwei Wochen im Jahr zu sich nahm. Auch wenn ich nicht die ganzen vier Wochen für einen Urlaub nutzen konnte, gab mir das die dringend benötigte Gelegenheit zur Entspannung. Den ganzen Beitrag lesen

Die Mär vom schnellen Geld

„Ich möchte eigentlich nicht mehr arbeiten“, sprach mich ein Bekannter vor einiger Zeit an, „ich möchte mit dem Computer Geld verdienen, wie Du.“ Und dann fragte er mich, wie das eigentlich genau geht. Meine Antwort, ich wisse selbst nicht, wie man ohne Arbeit Geld verdient, stellte ihn allerdings nicht zufrieden. Weil viele alleinerziehende Väter unter Geldnot leiden, und deshalb nicht selten auf der Suche nach zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten sind, wiederhole ich hier, was ich ihm sonst noch erzählt habe.

Zunächst einmal, dass ich acht bis zehn Stunden am Tag arbeite. Ich, nicht mein Computer. Ich bin Journalist, meine Themen stammen vorwiegend aus dem Themenkreis ‚Computer und Internet‘, und, ich geb’s zu, es gibt Tage, da möchte ich auch nicht mehr arbeiten. Aber ich tu’s.

Dann sprach ich mit ihm über die ‚Geheimnisse‘, auf die er unweigerlich stoßen würde, wenn er ‚mit dem Computer Geld verdienen‘ in eine Suchmaschine tippte. Ich weiß nicht, ob er mir geglaubt hat, oder doch eher auf die Heilsversprechen der Online-Reichmacher vertraut. Aber ich bin ganz sicher, dass er eine Enttäuschung erleben wird, wenn er erwartet, eine nennenswerte Summe zu verdienen, ohne ernsthaft dafür zu arbeiten. Den ganzen Beitrag lesen