Auf Wiedersehen, Mami

Ein Jahr und vier Monate sind vergangen seit jenem schwarzen Tag, als meine Geschwister und ich am Bett unserer Mutter standen, um ein letztes Mal ihre schon leblosen, erstarrten Hände zu streicheln und uns für lange Zeit von ihr zu verabschieden. Sie hatte den zweiten Weltkrieg überlebt, die Tuberkulose, die brutale Treulosigkeit meines leiblichen Vaters. Neun Jahre war sie meinem Bruder und mir Alleinerzieherin gewesen, und immer, wenn ich in den letzten Jahren erschöpft oder der Verzweiflung nah war, hatte ich mir sie zum Vorbild genommen: „Mami hat das auch geschafft.“

Doch nun hatte sich der Krebs als stärker erwiesen, und einige Tage später haben wir sie beerdigt. Ich war einer von denen, die an ihrem Sarg ein paar Worte sprachen. Ich denke, die folgenden Worte machen deutlich, was für ein Mensch sie gewesen ist. Sie hätte ganz sicher gewollt, dass man sie so in Erinnerung behält: Den ganzen Beitrag lesen